Seit September 2025 geht die TSS neue, zukunftsweisende Wege: Mit der Einführung des FreiDay wurde ein innovatives Lernformat fest im Schulalltag der Klasse 5b verankert. Aufgrund der durchweg positiven Erfahrungen plant die Schule nun, das Konzept schrittweise auf weitere Jahrgänge auszuweiten.
Der FreiDay ist ein Bildungsansatz, der maßgeblich von der Bildungsinnovatorin Margret Rasfeld geprägt und im deutschsprachigen Raum bekannt gemacht wurde. Ziel des Konzepts ist es, Schule so weiterzuentwickeln, dass Kinder und Jugendliche die Kompetenzen erwerben, die sie für die Welt von morgen benötigen. Im Mittelpunkt stehen selbstbestimmtes Lernen, gesellschaftliche Verantwortung sowie die aktive Mitgestaltung einer nachhaltigen Zukunft.
Kern des FreiDay ist die Arbeit an realen Zukunftsfragen, die sich an den 17 Nachhaltigkeitszielen der Vereinten Nationen (Sustainable Development Goals) orientieren. Jeden Freitag verlassen die Schülerinnen und Schüler den klassischen Stundenplan und widmen sich eigenen Projekten. Sie identifizieren Probleme aus ihrem Lebensumfeld, entwickeln Fragestellungen, recherchieren Hintergründe und erarbeiten konkrete Lösungsansätze.
Dabei geht es nicht nur um theoretisches Lernen, sondern vor allem um praktisches Handeln: Projekte können beispielsweise nachhaltige Schulhofgestaltung, Müllvermeidung, soziale Aktionen in der Gemeinde oder Aufklärungskampagnen zu Umwelt- und Klimathemen umfassen. Die Kinder planen ihre Arbeitsschritte, verteilen Aufgaben im Team, dokumentieren Prozesse und präsentieren ihre Ergebnisse regelmäßig.
Die Rolle der Lehrkräfte verändert sich innerhalb dieses Konzepts bewusst: Sie verstehen sich nicht als Wissensvermittler im klassischen Sinne, sondern als Lernbegleitungen und Coaches. Sie unterstützen die Schülerinnen und Schüler bei der Strukturierung ihrer Projekte, helfen bei der Reflexion von Herausforderungen und fördern eigenverantwortliches Arbeiten.
„Uns ist wichtig, dass die Kinder lernen, an ihren Ideen dranzubleiben, Rückschläge auszuhalten und gemeinsam Lösungen zu finden“, betont Martin Nirsberger, Schulleiter der Theodor-Storm-Schule. Fehler würden dabei als selbstverständlicher Teil des Lernprozesses verstanden.
Der Pilotkurs zeigt bereits jetzt eindrucksvolle Ergebnisse: Die Schülerinnen und Schüler arbeiten mit hoher Motivation, entwickeln kreative Projektideen und wachsen sichtbar über sich hinaus. Neben fachlichen Kenntnissen erwerben sie zentrale Zukunftskompetenzen wie Teamfähigkeit, Problemlösekompetenz, kritisches Denken, Durchhaltevermögen und Präsentationsstärke.
Auch die Elternschaft unterstützt das neue Lernformat aktiv und begleitet die Projekte mit großem Interesse. Diese positive Resonanz bestärkt die Schule darin, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen.
Aufgrund der erfolgreichen Pilotphase ist geplant, den FreiDay künftig auf weitere Klassenstufen auszuweiten und langfristig fest im Schulprofil zu verankern. Perspektivisch sollen die im FreiDay entstandenen Projekte und Kompetenzen auch in neue Prüfungsformate sowie in die Projektprüfung der Klassenstufe 9 einfließen können. Mit der Einführung des FreiDay setzt die TSS ein starkes Zeichen für eine moderne Lernkultur. Ganz im Sinne Margret Rasfelds verstehen wir Bildung nicht nur als Wissensvermittlung, sondern als Vorbereitung auf verantwortungsvolles Handeln in einer sich wandelnden Welt – damit junge Menschen befähigt werden, die Zukunft aktiv mitzugestalten.



